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Die Unterwasserorchidee ist eine langsamwachsende und sehr anpassungsfähige Orchidee.
Sie kommt neben zahlreichen anderen Spiranthes-Arten im Osten und Südosten der USA vor und ist in Sümpfen und Sumpfwäldern, aber auch in periodisch überfluteten Gewässern oder seltener in Fließgewässern anzutreffen. Spiranthes odorata verträgt als eigentliche Sumpfpflanze längere oder dauernde Überflutung und ist auch zur dauerhaften Kultur im Aquarium geeignet.
Im Aquarium stellt Spiranthes odorata kaum Ansprüche an die Wasserzusammensetzung, nur sollte der Bodengrund nicht zu feinkörnig und sehr nährstoffreich sein. Sie toleriert sogar längerfristigen einen geringen Salzzusatz zum Aquarienwassers und verträgt sowohl tiefen Schatten als auch kräftige Beleuchtung.
Die grundständigen Blattrosetten mit lanzettlichen, stumpfen und bis 20 cm langen und bis zu 2cm breiten glänzend dunkelgrünen Blättern, haben dickfleischige Wurzeln, von denen neue wurzelbürtige Rosetten ausgehen. Die für Orchideen unscheinbaren, behaarten und bis zu über 40 Einzel-Blüten sitzen spiralig in einer, ab dem letzten Scheidenblatt des Blütenstandes behaarten und bis zu 15cm langen Ähre. Die Bildung des bis zu 50 cm langen Blütenstandes erfolgt bei submerser und emerser Kultur mit beginnendem Kurztag. Während der vier bis achtwöchigen Blüte sterben die einzelnen Grundblätter der Pflanze ab. Nach dem Abwelken des abgeblühten Blütenstandes, treibt der verbliebene Wurzelstock der Blattrosette, der mit den sich gebildeten wurzelbürtigen Jungpflanzen noch längere Zeit verbunden bleibt, nicht selten noch kräftige Seitensprossrosetten aus.
Für die immer mehr in Mode kommenden offenen Nanoaquarien, aber auch für die beliebten Moosaquarien stellt diese Pflanze durch ihre Blühwilligkeit, ihren langsamen Wuchs und ihre dennoch problemlose Kultur eine absolute Bereicherung dar. Spiranthes odorata ist eine seltene und nicht alltägliche gepflegte Rarität.
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